Inklusion

Ein integratives Konzept
 

“Da kommen sie, die kleinen Nachteulen und Lerchen,

die Frühaufsteher und die Langschläfer,

die Temperamentvollen und die Ruhigen, die Hitzköpfigen

und die Gelassenen,

die Wachen und die Müden,

die Geschickten und die Ungeübten, die schnell und die

langsam Lernenden, die Überflieger und die mit zusätzlichem Förderbedarf,

die Großen und die Kleinen, die Dicken und die Dünnen,

die Zielstrebigen und die noch Ziellosen,

die Deutschsprechenden und die,

die es erst lernen wollen, die Gesunden und die

Kränkelnden, die Überbehüteten und die Alleingelassenen,

die mit und ohne Geschwister, …

Kurz gesagt, die Mädchen und Jungen unserer Schule!”

 

(Pädagogisches Zentrum Rheinland-Pfalz, 2002)

 

Im Jahr 2003 wurde die Grundschule Bitburg-Süd zur Schwerpunktschule ernannt. Sie übernimmt integrative Aufgaben. Seit dieser Zeit werden in unseren Klassen beeinträchtigte und nicht beeinträchtigte Kinder gemeinsam unterrichtet. Eltern, die eine integrative Beschulung Ihres beeinträchtigten Kindes wünschen können dies beantragen. Um diesem Auftrag gerecht zu werden, wurde die personelle Ausstattung an Pädagogen im Vergleich zur Regelschule erhöht. Neben den hauptamtlichen Lehrerinnen und Lehrern und den Ganztagsschullehrkräften, gehören nun auch Förderschullehrer/innen und pädagogische Fachkräfte zu unserem Kollegium. Die zusätzlichen Lehrkräfte ermöglichen es, unsere Klassen in vielen Stunden des Vormittags doppelt zu besetzen. In diesen Stunden kümmern sich zwei Lehrer um Ihre Kinder. Die Förderschullehrer/innen und die pädagogischen Fachkräfte sind nicht ausschließlich für die beeinträchtigten Kinder da, sondern für alle Schüler unserer Schule.

 

Weitere Informationen zu unserer Arbeit und zu dem Aufnahmeverfahren in die Schwerpunktschule finden Sie im Anschluss. Natürlich stehen wir Ihnen auch gerne bei Rückfragen zur Verfügung.

 

Informationen zur Aufnahme in die Schwerpunktschule Bitburg-Süd

Für Eltern von Kindern mit bestehenden oder vermuteten Beeinträchtigungen.

 

Anmeldung an der für Ihren Schulbezirk zuständigen Grundschule oder direkt an der Förderschule

Die bestehenden oder vermuteten Beeinträchtigungen Ihres Kindes werden bei der Schuleinschreibung auf dem Anmeldeblatt vermerkt, ebenso Ihr Wunsch auf integrative Beschulung. Ein Antrag auf Überprüfung auf sonderpädagogischen Förderbedarf wird gestellt.

 

Im Rahmen der Einschreibung werden Sie über die verschiedenen Fördermöglichkeiten informiert (Besuch einer Förderschule, einer Schwerpunktschule, eines Schulkindergartens). Sprechen Sie im Vorfeld auch mit den Erzieherinnen Ihres Kindes und schauen Sie sich die unterschiedlichen Einrichtungen an.

 

Nur Kinder mit einem sonderpädagogischen Gutachten und festgestelltem Förderbedarf können an der Schwerpunktschule aufgenommen werden.

 

Erstellung des sonderpädagogischen Gutachtens

Die zuständige Förderschule, für unseren Bezirk ist es in der Regel die Maximin-Schule, erstellt das sonderpädagogische Gutachten. Die Überprüfungen finden zumeist in den Kindergärten statt. Sie werden darüber informiert.

 

Gutachten-Eröffnung

Die Ergebnisse des Gutachtens werden Ihnen im Rahmen eines Förderausschusses eröffnet. Hieran nehmen die Eltern, Vertreter der Förderschule und Vertreter der Schwerpunktschule teil. Falls ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt wurde, kann Ihr Kind an der entsprechenden Förderschule oder der Schwerpunktschule angemeldet werden. Sie entscheiden dann, ob Ihr Kind in der entsprechenden Förderschule oder der Schwerpunktschule eingeschult werden soll.

 

Einschulung in der Schwerpunktschule

Ihr Kind wird an der Schwerpunktschule eingeschult. Es besucht nun mit den anderen Kindern unserer Schule die erste Klasse, wird aber nach den Richtlinien und Lehrplänen der Förderschule unterrichtet. Ihr Kind ist Förderschüler und kein Regelschüler.